Hundeprojekt an unserer Schule |
Ein Hund im Unterricht?
|
Das Projekt |
| In diesem Schuljahr gab es an unserer Schule ein „Hundeprojekt“. Mag. Smola-Rogge unterrichtet kath. Religion und schreibt im Zuge ihrer Ethikausbildung eine Arbeit über den Einsatz von einem Therapiehund in der Oberstufe. Hunde werden in den Volksschulen und Unterstufen manchmal eingesetzt, um das Verhalten der SchülerInnen postiv zu beeinflussen, z.B. die Aggressivität in der Klasse durch die Anwesenheit eines Hundes zu reduzieren. Über die Oberstufe gab es noch keine Erfahrungen. Mit Erlaubnis der Direktorin der Schule, Dr. Helga Brosch, des Fachinspektors für kath. Religion, Mag. Franz Beck und schließlich des Landesschulrates hat Mag. Smola-Rogge in einer ausgewählten Klasse in diesem Schuljahr immer wieder ihren Hund eingesetzt. |
Die Klasse 3BK |
Die SchülerInnen der 3BK mussten als Voraussetzung das Einverständnis der Eltern einholen und schriftlich vorlegen. Damit sollte sichergestellt werden, dass kein einziger Schüler bzw. keine Schülerin an Tierhaarallergie oder Hundephobie leidet und die Eltern mit diesem Projekt einverstanden sind.
|
Der Hund |
Bei dem Hund handelt es sich um den schwarzen Neufundländerrüden „Filou“, ein sehr ruhiger und gelassener Hund, der auch als Therapiehund ausgebildet ist.
|
Prof. Marie Smola-Rogge |
Mag. Smola-Rogge ist ausgebildete Reittherapeutin und macht in diesem Berufsfeld immer wieder die Erfahrung, wie hilfreich Tiere für den Menschen sein können. Sie ist überzeugt davon, dass in Anwesenheit eines Hundes jeder Mensch eine Seite seiner Persönlichkeit zeigt, die sonst eher verborgen bleibt. In der Pubertät sind Jugendliche auf der Suche nach ihrer eigenen Identität und lernen ihre eigenen persönlichen Stärken und Schwächen kennen.
|
Ziele - dargestellt von Mag. Smola-Rogge |
|
Verhaltensregeln Bevor ich den Hund in eine Klasse mitnehme, muss ich mit den SchülerInnen verschiedene Verhaltensregeln für den Umgang mit dem Hund herausarbeiten. In diesem Zusammenhang möchte ich vermitteln, dass
Anhand dieses konkreten Beispiels möchte ich vermitteln,
Atmosphäre Durch die Anwesenheit des Hundes soll eine gute Atmosphäre geschaffen werden, in der
Identitätsbildung Die SchülerInnen sollen in ihrer Identitätsbildung gefördert werden:
In diesem Bereich sollen die SchülerInnen
|
Erfahrungen der SchülerInnen |
„Wir finden den Unterricht sehr interessant, weil es eine Abwechslung zum normalen Unterricht darstellt. Außerdem ist uns aufgefallen, dass einige unserer Mitschüler in Anwesenheit des Hundes konzentrierter und ruhiger sind. Wir sind von diesem Projekt begeistert." (Vlaschitz Carina und Fischer Ulrike)
|
Resüme von Mag. Smola-Rogge |
|
„Auch ich bin sehr positiv überrascht, wie die Klasse auf den Hund reagiert hat. Er ist ganz unterschiedlich eingesetzt worden. Zuerst gab es eine Kennenlernphase, wo auch die Verhaltensregeln gegenüber dem Hund erarbeitet wurden, dann wurde der Hund konkret im Unterrichtsstoff eingebaut in Hinblick auf Verhaltensregeln in unserer Gesellschaft wie z.B. die Menschenrechte, und schließlich war er manchmal auch „nur“ anwesend und ich habe während des normalen Unterrichts beobachtet, ob sich die Atmosphäre durch den Hund verändert. Am auffälligsten war die „Echtheit“ der SchülerInnen. Wenn der Hund dabei ist, sind sie so wie ich sie sonst nie im Unterricht erlebt habe, so ganz sie selbst. Für Oberflächlichkeit ist plötzlich kein Platz mehr, stillere SchülerInnen habe ich aufgeweckter erlebt und die, die sonst das Unterrichtsgeschehen mitbestimmen sind auffällig zurückgezogen. Einmal waren wir mit dem Hund draußen und sie durften mit ihm herumtoben und wieder eine andere Seite von sich zeigen. Dabei waren die spielerischen Elemente im Vordergrund. Als Überraschung hab ich ihnen auch einmal den kleineren Bruder von Filou mitgebracht namens „Balou“, einen kleinen braunen Neufundländerwelpen von 12 Wochen, und in dieser Stunde waren auch die ängstlicheren SchülerInnen total begeistert. Ich bin sehr froh dieses Projekt gestartet zu haben. Vorerst wollte ich einfach einmal ausprobieren, wie Jugendliche der Oberstufe auf Filou reagieren und wie dieser Hund im Unterricht einsetzbar ist, um den SchülerInnen einen weiteren Zugang zu sich selbst zu eröffnen und in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Mein Ziel ist es, in Zukunft diesen ausgebildeten Hund manchmal in verschiedenen Klassen einzusetzten als zusätzliches Unterrichtsmaterial einzusetzen. Filou dann mitzubringen und auf verschiedene Art und Weise einzusetzen, wenn ich meine, dass er einer Klasse guttun würde. Denn ich glaube, dass er auch in schwierigeren Klassen die Atmosphäre positiv verändern könnte. Für dieses Schuljahr war es ein Projekt – vielleicht wird daraus eine „smola-rogg`sche Unterrichtsmethode“. Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung! Meine E-Mail-Adresse lautet: marie.pferd@aon.at |
Links |
| Informationen über den Einsatz von Tieren finden Sie auch unter www.tiere-helfen-leben.org oder www.tiere-als-therapie.de |
Redaktion |
| Dieser Beitrag wurde verfasst von Mag. Smola-Rogge und bearbeitet von Mag. Elvira Mihalits-Hanbauer. Das Fotomaterial entstand während des Unterrichts in der 3BK. |